HERKUNFT + ZUKUNFT

HERKUNFT
Die Firma Roitmayer wurde 1979 von Herwig Roitmayer in München gegründet. Dieser hatte zuvor über die Stationen Porsche Salzburg, Porsche Werk Stuttgart und Mahag München rund 20 Jahre die Marke aus Zuffenhausen intensiv kennen gelernt und inhaliert. So hat er in Stuttgart im Rennmotorenbau unter dem legendären Motorsportfan und begnadeten Ingenieur Dr. Ferdinand Piech vier sehr lehrreiche, aber auch sehr anspruchsvolle Jahre erlebt. Roitmayer senior: „Wenn der Piech und sein Assistent am Abend mit Brötchen und Kaffeekannen kamen, wußten wir, es gibt eine Nachtschicht. Und die kamen öfter mit Brötchen und Kaffee.“ Von 1966 bis 1978 bei der Mahag waren es sicher geregeltere Arbeitszeiten, hier jedoch ging es dann um alles, was einem Porsche so passieren kann: Kundendienst, Unfall, komische Geräusche in Linkskurven oder Beifahrerscheiben, die nicht mehr hoch wollen. Mit der Meisterprüfung wurde dann die GmbH eröffnet. Da Herwig Roitmayer schon immer einer von der schnellen Truppe war, sowohl selbst am Lenkrad als auch beim Service, wurde das Werkstatt-Team bald national und international an den Rennstrecken gesichtet. Namhafte Fahrer bestanden darauf, ihre Motoren und Getriebe bei Roitmayers machen zu lassen und auch das Werk in Stuttgart war erstaunt, dass ein RSR Motor aus München deutlich mehr Leistung hatte als der eigene. Unzählige Rennen, Klassensiege und Meisterschaften  wurden mit Unterstützung der Firma Roitmayer gewonnen, Highlights waren sicher die Bergeuropameisterschaft 1976, der GT Klassensieg bei den 24h von Daytona 1993 oder der Gesamtsieg bei den 24h vom Nürburgring 1988. Dies waren sicher die Rosinen in dem Kuchen, der unter der Woche aber aus Vergaser einstellen, Ölwechsel und komischen Geräuschen bei Rechtskurven bestand. Während Herwig Roitmayer beruflich ein klein wenig langsamer tritt, ist er in seinem 2,8 RSR beim Alpenpokal noch immer einer der Schnellsten.

ZUKUNFT
Die gehört sicher dem Sohn Stefan Roitmayer. Von Geburt an mit der Marke Porsche vertraut, war schnell klar, dass er in die Fußstapfen seines Vaters treten wird. Vom Knirps im Kart, über den Carrera Cup zum historischen Motorsport hat sich Stefan Roitmayer zu einem international anerkannten Porsche Fachmann und Restaurator entwickelt. Nach dem Abitur folgten einige Semester Fahrzeugtechnik, dann die Lehre als Mechatroniker und der Eintritt in den Familienbetrieb. Stefan Roitmayer hat seinen Vater schon früh zu den Rennen begleitet und dort gesehen, dass es nicht nur auf der Strecke, sondern auch in der Boxengasse um Geschwindigkeit geht. Viele Strecken, die er als jugendlicher Schrauber kannte, hat er dann später als Fahrer im Porsche Carrera Cup wieder gesehen. Von 1997 bis 1999 fuhr Stefan für das Team Herberth Motorsport, wo er reichlich Erfahrungen im modernen Motorsport gesammelt hat und noch heute davon profitiert, wenn es darum geht ein Fahrwerk an eine spezielle Strecke oder einen speziellen Belag anzupassen. Nach einem schweren Unfall in Oschersleben hat er sich dann aber aus dem modernen Motorsport zurück gezogen, um sich zuerst mehr als Hobby, der Restauration von allem, was luftgekühlt ist, zuzuwenden. Heute hat Stefan schon beinahe alles, teils vom nackten Blech ausgehend, wieder zusammengesetzt, was auf den Namen 911 hört: S, ST, 2,7 RS, 2,8 und 3,0 RSR, 3,0 RS. Aber auch diverse 935 waren dabei. Derzeit kommen die ersten 964er und 993er dazu.
In den letzten Jahren fährt Stefan gelegentlich bei der FHR, der LeMans Classic oder der CER auf Porsche, meist von den Besitzern der edlen Motorsportgeräte angefragt: Zu Test- oder Einstellzwecken, zur Feineinstellung von Motor oder Fahrwerk oder um zu sehen, an welchen Ecken es vielleicht noch ein paar Sekunden schneller geht.
Aber auch in der Werkstatt achtet Stefan Roitmayer darauf, dass Kunden Ihre Fahrzeuge gründlich gewartet oder repariert, aber eben zügig zurück bekommen. Und so steht Stefan Roitmayer sicher dafür, dass auch zukünftig viele Kunden rundum zufrieden vom Hof der Further-Bahnhofstraße 7 in Oberhaching fahren, weil sich ihr Porsche fährt wie neu. Oder sogar ein klein bisschen besser.